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Ludwig van Beethoven Faksimile – Fakesimile – Fälschung

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Der Beitrag (die stark erweiterte deutschsprachige Fassung von Blog 7 von 2021) behandelt alle Formen von Faksimiles, manipulierten Faksimiles (Fakesimile) und Fälschungen bei Beethoven. Es handelt sich um eine Spezialuntersuchung, die sich in erster Linie an Kustoden von Sammlungen, Sammler, Antiquare und Auktionshäuser richtet. Aber auch Bibliophile und Musikliebhaber mit Interesse an Kriminalistik werden neue Einsichten in ein spannendes Kapitel der „Beethoven-Pflege“ gewinnen.   Ludwig van Beethoven Faksimile – Fakesimile – Fälschung  

Zum Entstehungshintergrund von Beethovens Variationen für Klavier über die englischen ‚Nationalhymnen‘ „God save the King“ WoO 78 und „Rule Britannia“ WoO 79 sowie einem möglichen Zusammenhang mit der Widmung der Klaviersonate op. 53 an Ferdinand Graf Waldstein – Eine Annäherung

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Beethovens Variationen für Klavier über „God save the King“ und „Rule Britannia“ WoO 78 und 79 entstanden 1802 und 1803. Sie sind in musikalischer Hinsicht nach den neue Wege beschreitenden Variationen über eigene Themen opp. 34 und 35 („Prometheus-Variationen“, besser bekannt als „Eroica-Variationen“) in gewisser Weise ein Rückschritt. Ihr Entstehungshintergrund ist nicht bekannt. Es ist aber auszuschließen, dass Beethoven die Werke „einfach so“ komponierte. Der Artikel versucht, die Entstehungshintergründe der beiden Variationenzyklen und damit u.U. verknüpft jene der Widmung der "Waldstein-Sonate" op. 53 zu beleuchten und sie in die Zeitumstände sowie das politisch-militärische Wirken von Ferdinand Graf Waldstein auf englischer sowie österreichisch-ungarischer Seite einzuordnen. Waldstein hatte sich Mitte der 1790er Jahre von Kurfürst Max Franz und dem Deutschen Orden abgesetzt. Der Artikel gibt nebenbei Einblick in das künstlerische Leben in der von Waldsteins Freund Ludw...

Marginalien zu Beethovens Netzwerk. Fürst Karl Lichnowsky wendet sich an Andreas Streicher.

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Ein eher banales Billett, das Fürst Karl Lichnowsky an den renommierten Klavierlehrer, Pianisten und Ehemann der Klavierbauerin Nannette Streicher richtete, zeigt einen bislang wenig beachteten Faden in Beethovens Netzwerk auf. Lichnowsky bittet Streicher dringlich, den Klavierunterricht von zwei Nichten zu übernehmen. Wer die Nichten waren und bei wem sie lebten, davon handelt diese kurze Abhandlung. Als Anhang ist eine Übersicht über die in Bezug auf Beethoven und dieses Thema wichtigsten verwandtschaftlichen Beziehungen innerhalb des Wiener Adels beigegeben. Marginalien zu Beethovens Netzwerk. Fürst Karl Lichnowsky wendet sich an Andreas Streicher.

Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach und Ludwig van Beethoven. Ein ergänzendes Kapitel zu einem ausgiebig erörterten Thema: C. P. E. Bachs Clavier-Solowerke, Cembalo-Konzerte und Sinfonien und ihr potentieller Einfluss auf Beethovens Klavierkonzerte sowie ausgewählte Klaviersolowerke

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Die Beethoven-Literatur hat sich ausgiebig mit den Spuren von Johann Sebastian Bachs Musik in Beethovens Œ uvre beschäftigt und den Bogen von Christian Gottlob Neefes Bericht von 1783, er habe dem jungen Beethoven dessen Wohltemperiertes Klavier „an die Hand gegeben“, über Beethovens in Briefen und anderen Zeugnissen geäußerte Verehrung für den „Urvater der Harmonie“ bis hin zu deren Niederschlag in den Fugen seines Spätwerks gespannt. Nur gelegentlich nahm sie hingegen Carl Philipp Emanuel Bach in den Fokus, der zu seinen Lebzeiten als Inbegriff des originellen Komponisten galt. Der Artikel geht möglichen Schnittmengen zwischen C. P. E. Bachs Cembalo-Konzerten, Sinfonien und Claviersolowerken auf der einen sowie Beethovens Klavierkonzerten und ausgewählten Klaviersolowerken auf der anderen Seite nach. Die größte Schnittmenge ergibt sich bezeichnenderweise nicht bei den Jugendwerken Beethovens, sondern bei einzelnen Klaviersonaten ab op. 27 Nr. 1 und vor allem den letzten beiden Klavie...

Weshalb lohnt es sich, Originalhandschriften von Beethoven zu „studieren“?

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Von Ludwig van Beethoven sind erfreulich viele Autographen erhalten. Anders als im Falle von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart, bei denen der Kompositionsprozess insgesamt weniger aufwändig ablief und die die Fähigkeit hatten, nahezu makellose Reinschriften wie aus einem Guss zu Papier zu bringen, zeigen viele Manuskripte von Beethoven noch Spuren des gelegentlich nicht enden wollenden Kompositionsprozesses und erlauben dadurch einen aufschlussreichen Blick in seine Werkstatt. Heute sind seine Autographen denkbar leicht in den Digitalen Archiven des Beethoven-Hauses Bonn, der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der Bibliothèque Nationale de France in Paris, der Library of Congress in Washington, der Juilliard School in New York u.a.m. einsehbar. Sie sind Informations- und Inspirationsquellen ersten Ranges. Dies gilt allerdings nicht nur für Interpreten, sondern im gleichen Maß für die Zuhörer. Das „Studium“ dieser Handschriften stellt einen wichtigen Baustein ...

„Geschichtsbewusstsein“ auf Verdacht. Zu Theodor Wildemans Rolle in der Zeit der NS-Herrschaft sowie seinen Verdiensten um das Beethoven-Haus und die Rettung von Kulturgütern zur Zeit des 2. Weltkriegs

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Zwei konträre Artikel über die Rolle von Theodor Wildeman, Vorstandsmitglied, und Heinrich Hasselbach, Hausmeister des Beethoven-Hauses, in der Zeit der NS-Herrschaft in Appassionato 48 und 49, der Hauszeitschrift des Beethoven-Hauses, lassen aufhorchen. Es geht um grundlegende Fragen der Beurteilung jener Zeit. Wie können einerseits individuelles Verhalten und andererseits globale Vorgaben des Regimes klar voneinander getrennt werden und angesichts einer naturgemäß lückenhaften Dokumentation fair, d.h. ohne sich allzu sehr auf puren Verdacht zu gründen, beurteilt werden? Geschichtsbewusstsein auf Verdacht. Theodor Wildeman und das Beethoven-Haus Bonn  

Beethovens frühe Bonner Förderer: Ferdinand Graf Waldstein und Hortensia Gräfin Hatzfeldt. Ein Vergleich

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Bisher ist in der Beethoven-Literatur fast ausschließlich von Christian Gottlob Neefe, Franz Anton Ries und Ferdinand Graf Waldstein die Rede, wenn es um die wichtigen Förderer Beethovens in seiner Bonner Zeit geht. Unter ihnen nimmt Ferdinand Graf Waldstein eine Sonderrolle ein, obwohl man außer Franz Gerhard Wegelers ein halbes Jahrhundert später verfassten „Biographischen Notizen über Ludwig van Beethoven“, die Waldstein als wichtigsten Förderer des jungen Komponisten und Günstling des Kurfürsten Max Franz nennen, diesbezüglich kaum handfeste Informationen hat. Ein Übriges tat der Eintrag des Grafen in Beethovens Stammbuch, das dieser 1792 anlässlich seines Abschieds nach Wien überreicht bekam. Er endet mit den Worten: „durch ununterbrochenen Fleiß erhalten Sie: Mozart’s Geist aus Haydens Händen“. Er gehört zu den meistzitierten Äußerungen  über den Komponisten und hat eine enorme Wirkung (auch auf die Biographen) entfaltet. Da sogar Beethovens erster Wien-Aufenthalt 1787 mit Wa...

Bemerkungen zu den persönlichen Beziehungen von Nikolaus Zmeskall von Domanovetz und Ludwig van Beethoven

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Die langjährigen engen Beziehungen zwischen Beethoven und dem ungarischen Beamten, Cellisten und Komponisten Nicolaus Paul Zmeskall Edler von Domanowecz und Le š tine sind in der Beethoven-Literatur ausführlich gewürdigt worden. Der vorliegende Artikel ergänzt dieses Bild durch die Interpretation eines schon lange bekannten, inhaltlich besonders aufschlussreichen Briefes von Beethoven an Zmeskall aus dem Jahre 1816. In ihm spricht Beethoven grundsätzliche Positionen seiner Lebensphilosophie und seiner Sicht auf die Beziehung zu Zmeskall an. Außerdem erweist sich die Vertrautheit und Offenheit im Umgang an der Tatsache, dass zwischen den beiden Junggesellen delikate Fragen im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht angesprochen werden. Beethoven scheint diesbezüglich viel zurückhaltender als Zmeskall gewesen zu sein. Zmeskall gehörte auch zu dem kleinen Kreis von Personen, die Beethoven mit Wortspielen, übermütigen Wort-Kaskaden und Anspielungen „auszeichnete“. Das Bild ihrer Beziehungen...

Beethovens „Nobilitierungen“ von Freunden und Bekannten – Systematik und Strategie

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Über lange Jahre, spätestens seit 1798, hat Beethoven bürgerliche Freunde und Bekannte „nobilitiert“, indem er in der Anrede oder (hier viel öfter und einer weit verbreiteten Konvention folgend, mithin deutlich weniger aussagestark) in der Adresse dem Namen ein „von“ oder „v.“ oder „de“ hinzufügte. Auf die vermutlichen Hintergründe und die Motivation seines Vorgehens, das ohne Zweifel nicht auf Irrtum beruhte, sondern gezielt erfolgte, wird hier erstmals – überwiegend auf der Grundlage der Briefe von und an Beethoven – näher eingegangen. Zu betrachten ist das Phänomen vor dem Hintergrund der zeitüblichen, aber auch der ganz persönlichen Reflexion über das Selbstverständnis bzw. den Dünkel des Adelsstands versus bürgerlichem Selbstverständnis und Selbstbewusstsein, die sich zu seinen Lebzeiten generell stark veränderten. In seinem Fall ist dies aber auch vor dem Hintergrund seiner eigenen Lage als Künstler zu sehen, der sich gerne unter die Fittiche des musikliebenden Adel...

Die Verdienste von Johannes Brahms um das Beethoven-Haus in Bonn

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Johannes Brahms zeichnete eine besondere Nähe zu Ludwig van Beethoven aus. Er setzte sich als Pianist, Komponist, Sammler von dessen Originalhandschriften und als Musikforscher mit Beethoven auseinander. Er tat dies im Rahmen seiner ausgeprägten musikhistorischen Interessen, die auch Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach, Mozart, Schubert und andere umfassten. Bei seinem Freund Joseph Viktor Widmann in Bern spielte Brahms 1874 auf dem Hammerflügel, den der Wiener Klavierbauer Conrad Graf Beethoven als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hatte. Er ist heute das am meisten bestaunte Exponat im Beethoven-Haus Bonn. Wie es dorthin kam und was Brahms des Weiteren mit dem Beethoven-Haus verbindet, davon wird hier berichtet. Die Verdienste von Johannes Brahms um das Beethoven-Haus in Bonn

Kirche oder Ausstellungsraum? Wenn "Kultureinrichtungen" nicht mehr auf ihre Inhalte vertrauen. Bemerkungen zur Wiedereröffnung des Bonner Münsters.

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Kirche oder Ausstellungsraum? Das fragt man sich beim Besuch des nach vierjähriger Sanierung neulich wiedereröffneten Bonner Münsters. Wie kann sich die Kirche aus ihrem derzeitigen Dilemma befreien? Mit zeitgenössischer Kunst, die nicht ihrem Auftrag dient oder durch eine radikale Rückbesinnung auf das Fundament christlichen Glaubens und die Wirkmacht sakraler Kunst? Kirche oder Ausstellungsraum? Wenn "Kultureinrichtungen" nicht mehr auf ihre Inhalte vertrauen. Bemerkungen zur Wiedereröffnung des Bonner Münsters

Eine Stimmgabel, der Überlieferung nach aus dem Besitz von Ludwig van Beethoven und George August Polgreen Bridgetower. Fragen zur Funktion und zu möglichen Rückschlüssen auf die Stimmtonhöhe von Beethovens Hammerklavieren

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Ausgangspunkt, wenn auch nicht Zentrum der Überlegungen zu den Stimmtonhöhen von Hammerklavieren der Beethoven-Zeit ist eine in der Beethoven-Literatur bisher weitgehend übersehene Realie, die später in den Rang einer Reliquie aufstieg – eine Stimmgabel, die heute in der British Library in London aufbewahrt wird. Mündlicher Überlieferung nach war sie einst im Besitz von Ludwig van Beethoven, der mit dem Geiger George August Polgreen Bridgetower Stimmgabeln getauscht haben soll. Belegt ist, dass sie später im Besitz von Ralph Vaughan Williams war und schließlich 1992 als Schenkung von dessen Witwe Ursula in die Bibliothek kam. Der Artikel diskutiert die Frage, ob die Stimmgabel tatsächlich im Besitz Beethovens gewesen sein kann. Ferner werden die damals noch nicht normierten Stimmtonhöhen diskutiert und es wird der Frage nachgegangen, wer die Klaviere gestimmt hat. Blog 16 Eine Stimmgabel, der Überlieferung nach aus dem Besitz von Ludwig van Beethoven und George August Polgreen Bridgeto...

Beethovens erster Konzertauftritt im Ausland – 's-Gravenhage (Den Haag), 23. November 1783

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Beethoven war anders als Wolfgang Amadeus Mozart und etliche andere kein reisendes Wunderkind. Erst im Alter von 25 Jahren unternahm er seine erste Konzerttournee nach Prag, Dresden, Leipzig und Berlin und es sollte seine einzige bleiben. Über seinen ersten Konzertauftritt im Ausland am 23. November 1783 vor Willem V. Batavus von Nassau-Oranien, dem Statthalter der vereinigten Niederlande, ist wenig bekannt. Nähere Informationen, auf welchem Weg der Auftritt angebahnt wurde, welche Kompositionen erklangen und auf welchem Instrument der damals 12-jährige Beethoven spielte, fehlen nach wie vor. Recherchen im Koninklijk Huisarchief in Den Haag lassen den Auftritt aber wenigstens besser in den Gesamtzusammenhang einordnen. Beethovens erster Konzertauftritt im Ausland – ’s-Gravenhage (Den Haag), 23. November 1783

Wie man Beethoven „ehrt“ – Neue Formen der Beethoven-Pflege in Bonn

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Das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020, neigt sich – Corona-bedingt um ein Jahr verlängert – seinem Ende entgegen. Zeit, Bilanz zu ziehen und aktuelle, dem Zeitgeist geschuldete Formen der Beethoven-„Ehrung“ kritisch in den Blick zu nehmen. Beethoven gilt als eine der Säulen europäischer Kulturgeschichte. Seine Musik blieb seit seinen Lebzeiten unverändert aktuell und relevant. Seine Musik „erreicht“ Menschen aus allen Kulturkreisen und zwar sehr unmittelbar. Viele Menschen ziehen aus seiner Musik und seinem Lebensschicksal Energie und Halt für ihr eigenes Leben. Das ist ungewöhnlich und keineswegs selbstverständlich. Neuerdings gibt es Ansätze, seine Musik als Dekorum, als Verfügungsmasse zu betrachten. Dabei wäre Respekt oder Demut angebracht. Auf dieses Phänomen sei hier anhand von vier herausgehobenen Projekten hingewiesen, die das Bild der Beethoven-Stadt Bonn in aller Welt prägen. Wie man Beethoven „ehrt“ – Neue Formen der Beethoven-Pflege in Bonn

War der schwarze Geiger George August Polgreen Bridgetower ein Opfer von Rassismus und Diskriminierung?

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Das Beethoven-Haus Bonn widmet sich neuerdings ausgiebig Fragen des Rassismus und Kolonialismus sowie der Diskriminierung. Eine auf mindestens zwei bis drei Jahre angelegte Veranstaltungsreihe hat sich George August Polgreen Bridgetower als Namensgeber gewählt: „Bridgetower-Projekt“. Anlass für das Projekt und seine Benennung ist die denkmalgeschützte Figur des Mohren, die seit dem frühen 19. Jahrhundert an der Fassade des Hauses „Im Mohren“ (rechts vom Beethoven-Haus) angebracht ist, da ein dort im Erdgeschoss untergebrachter Materialwarenladen (der Begriff Kolonialwarenladen kam bezeichnenderweise erst am Ende des 19. Jahrhunderts auf) auf sein Sortiment an exotischen Waren hinweisen wollte. Der Artikel geht der Frage nach, ob das Projekt von zutreffenden Voraussetzungen ausgeht und der schwarze Geiger Bridgetower als Gallionsfigur herhalten kann.   War der schwarze Geiger George August Polgreen Bridgetower ein Opfer von Rassismus und Diskriminierung?  

Über den Funktionswandel des Metronoms im 1. Drittel des 19. Jahrhunderts. War Beethoven eine Gallionsfigur der „neuen“ Erfindung?

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Beethoven gilt – zu Unrecht – als überzeugter Verfechter und Gallionsfigur bei der Markteinführung des Metronoms, das der objektiven Festlegung eines Tempos dienen sollte. Bald bekam es, nicht zuletzt auf Betreiben des Herstellers Johann Nepomuk Mälzel, eine andere Zweckbestimmung: nämlich die strikte Beibehaltung eines Tempos. Dies konnte nur ein schlagendes Metronom leisten, das beim Üben ständig mitlief, nicht aber andere Taktmesser. Da die Problematik von Beethoven Metronomangaben immer wieder Gegenstand von Forschungen ist und jüngst auch breit gestreut in die aktuelle Presseberichterstattung gelangte, sei hier in knapper Form der Sachstand referiert. Das sogenannte Rätsel von Beethovens Metronomangaben bleibt ungelöst bzw. erklärt sich anders.   Über den Funktionswandel des Metronoms im 1. Drittel des 19. Jahrhunderts. War Beethoven eine Gallionsfigur der „neuen“ Erfindung?

Marginalien zu Beethoven und Russland. Neue Überlegungen zu Beethovens Einstieg in die Salons der Wiener musikliebenden Aristokratie und mögliche frühe Kontakte mit Russland

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Beethoven hatte enge Beziehungen zur russischen Aristokratie – ein Faktum, das seit langem bekannt ist. Viel ist geforscht und publiziert worden zu Beethovens Beziehungen zu Graf /Fürst Andrei Kirillowitsch (Andreas) Rasumowsky und die Streichquartette op. 59 sowie zu Fürst Nikolai Borissowitsch (Nikolaus) Golizyn und die späten Streichquartette opp. 127, 130 und 132 wie auch über die erste und Lebzeiten des Komponisten einzige vollständige Aufführung der Missa solemnis op. 123 in St. Petersburg im Jahre 1824. Hier werden neue Überlegungen präsentiert, die Beethovens Kontakte zur russischen Aristokratie in Wien betreffen und nahelegen, dass diese früher eingesetzt haben könnten als bisher bekannt. Der russische Botschafter in Wien, Fürst Dmitri Michailowitsch Golizyn (1721 – 1793), der Großonkel von Nikolaus, taucht in der Beethoven-Literatur bisher überhaupt nicht auf, obwohl in seinem Stadtpalais viele musikalische Aufführungen stattfanden. Es bedarf nun Recherchen in russischen Arc...