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Bemerkungen zu den persönlichen Beziehungen von Nikolaus Zmeskall von Domanovetz und Ludwig van Beethoven

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Die langjährigen engen Beziehungen zwischen Beethoven und dem ungarischen Beamten, Cellisten und Komponisten Nicolaus Paul Zmeskall Edler von Domanowecz und Le š tine sind in der Beethoven-Literatur ausführlich gewürdigt worden. Der vorliegende Artikel ergänzt dieses Bild durch die Interpretation eines schon lange bekannten, inhaltlich besonders aufschlussreichen Briefes von Beethoven an Zmeskall aus dem Jahre 1816. In ihm spricht Beethoven grundsätzliche Positionen seiner Lebensphilosophie und seiner Sicht auf die Beziehung zu Zmeskall an. Außerdem erweist sich die Vertrautheit und Offenheit im Umgang an der Tatsache, dass zwischen den beiden Junggesellen delikate Fragen im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht angesprochen werden. Beethoven scheint diesbezüglich viel zurückhaltender als Zmeskall gewesen zu sein. Zmeskall gehörte auch zu dem kleinen Kreis von Personen, die Beethoven mit Wortspielen, übermütigen Wort-Kaskaden und Anspielungen „auszeichnete“. Das Bild ihrer Beziehungen...

Beethovens „Nobilitierungen“ von Freunden und Bekannten – Systematik und Strategie

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Über lange Jahre, spätestens seit 1798, hat Beethoven bürgerliche Freunde und Bekannte „nobilitiert“, indem er in der Anrede oder (hier viel öfter und einer weit verbreiteten Konvention folgend, mithin deutlich weniger aussagestark) in der Adresse dem Namen ein „von“ oder „v.“ oder „de“ hinzufügte. Auf die vermutlichen Hintergründe und die Motivation seines Vorgehens, das ohne Zweifel nicht auf Irrtum beruhte, sondern gezielt erfolgte, wird hier erstmals – überwiegend auf der Grundlage der Briefe von und an Beethoven – näher eingegangen. Zu betrachten ist das Phänomen vor dem Hintergrund der zeitüblichen, aber auch der ganz persönlichen Reflexion über das Selbstverständnis bzw. den Dünkel des Adelsstands versus bürgerlichem Selbstverständnis und Selbstbewusstsein, die sich zu seinen Lebzeiten generell stark veränderten. In seinem Fall ist dies aber auch vor dem Hintergrund seiner eigenen Lage als Künstler zu sehen, der sich gerne unter die Fittiche des musikliebenden Adel...

Die Verdienste von Johannes Brahms um das Beethoven-Haus in Bonn

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Johannes Brahms zeichnete eine besondere Nähe zu Ludwig van Beethoven aus. Er setzte sich als Pianist, Komponist, Sammler von dessen Originalhandschriften und als Musikforscher mit Beethoven auseinander. Er tat dies im Rahmen seiner ausgeprägten musikhistorischen Interessen, die auch Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach, Mozart, Schubert und andere umfassten. Bei seinem Freund Joseph Viktor Widmann in Bern spielte Brahms 1874 auf dem Hammerflügel, den der Wiener Klavierbauer Conrad Graf Beethoven als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hatte. Er ist heute das am meisten bestaunte Exponat im Beethoven-Haus Bonn. Wie es dorthin kam und was Brahms des Weiteren mit dem Beethoven-Haus verbindet, davon wird hier berichtet. Die Verdienste von Johannes Brahms um das Beethoven-Haus in Bonn

Kirche oder Ausstellungsraum? Wenn "Kultureinrichtungen" nicht mehr auf ihre Inhalte vertrauen. Bemerkungen zur Wiedereröffnung des Bonner Münsters.

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Kirche oder Ausstellungsraum? Das fragt man sich beim Besuch des nach vierjähriger Sanierung neulich wiedereröffneten Bonner Münsters. Wie kann sich die Kirche aus ihrem derzeitigen Dilemma befreien? Mit zeitgenössischer Kunst, die nicht ihrem Auftrag dient oder durch eine radikale Rückbesinnung auf das Fundament christlichen Glaubens und die Wirkmacht sakraler Kunst? Kirche oder Ausstellungsraum? Wenn "Kultureinrichtungen" nicht mehr auf ihre Inhalte vertrauen. Bemerkungen zur Wiedereröffnung des Bonner Münsters

Eine Stimmgabel, der Überlieferung nach aus dem Besitz von Ludwig van Beethoven und George August Polgreen Bridgetower. Fragen zur Funktion und zu möglichen Rückschlüssen auf die Stimmtonhöhe von Beethovens Hammerklavieren

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Ausgangspunkt, wenn auch nicht Zentrum der Überlegungen zu den Stimmtonhöhen von Hammerklavieren der Beethoven-Zeit ist eine in der Beethoven-Literatur bisher weitgehend übersehene Realie, die später in den Rang einer Reliquie aufstieg – eine Stimmgabel, die heute in der British Library in London aufbewahrt wird. Mündlicher Überlieferung nach war sie einst im Besitz von Ludwig van Beethoven, der mit dem Geiger George August Polgreen Bridgetower Stimmgabeln getauscht haben soll. Belegt ist, dass sie später im Besitz von Ralph Vaughan Williams war und schließlich 1992 als Schenkung von dessen Witwe Ursula in die Bibliothek kam. Der Artikel diskutiert die Frage, ob die Stimmgabel tatsächlich im Besitz Beethovens gewesen sein kann. Ferner werden die damals noch nicht normierten Stimmtonhöhen diskutiert und es wird der Frage nachgegangen, wer die Klaviere gestimmt hat. Blog 16 Eine Stimmgabel, der Überlieferung nach aus dem Besitz von Ludwig van Beethoven und George August Polgreen Bridgeto...

Beethovens erster Konzertauftritt im Ausland – 's-Gravenhage (Den Haag), 23. November 1783

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Beethoven war anders als Wolfgang Amadeus Mozart und etliche andere kein reisendes Wunderkind. Erst im Alter von 25 Jahren unternahm er seine erste Konzerttournee nach Prag, Dresden, Leipzig und Berlin und es sollte seine einzige bleiben. Über seinen ersten Konzertauftritt im Ausland am 23. November 1783 vor Willem V. Batavus von Nassau-Oranien, dem Statthalter der vereinigten Niederlande, ist wenig bekannt. Nähere Informationen, auf welchem Weg der Auftritt angebahnt wurde, welche Kompositionen erklangen und auf welchem Instrument der damals 12-jährige Beethoven spielte, fehlen nach wie vor. Recherchen im Koninklijk Huisarchief in Den Haag lassen den Auftritt aber wenigstens besser in den Gesamtzusammenhang einordnen. Beethovens erster Konzertauftritt im Ausland – ’s-Gravenhage (Den Haag), 23. November 1783

Wie man Beethoven „ehrt“ – Neue Formen der Beethoven-Pflege in Bonn

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Das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020, neigt sich – Corona-bedingt um ein Jahr verlängert – seinem Ende entgegen. Zeit, Bilanz zu ziehen und aktuelle, dem Zeitgeist geschuldete Formen der Beethoven-„Ehrung“ kritisch in den Blick zu nehmen. Beethoven gilt als eine der Säulen europäischer Kulturgeschichte. Seine Musik blieb seit seinen Lebzeiten unverändert aktuell und relevant. Seine Musik „erreicht“ Menschen aus allen Kulturkreisen und zwar sehr unmittelbar. Viele Menschen ziehen aus seiner Musik und seinem Lebensschicksal Energie und Halt für ihr eigenes Leben. Das ist ungewöhnlich und keineswegs selbstverständlich. Neuerdings gibt es Ansätze, seine Musik als Dekorum, als Verfügungsmasse zu betrachten. Dabei wäre Respekt oder Demut angebracht. Auf dieses Phänomen sei hier anhand von vier herausgehobenen Projekten hingewiesen, die das Bild der Beethoven-Stadt Bonn in aller Welt prägen. Wie man Beethoven „ehrt“ – Neue Formen der Beethoven-Pflege in Bonn