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Marginalien zu Beethoven und Russland. Neue Überlegungen zu Beethovens Einstieg in die Salons der Wiener musikliebenden Aristokratie und mögliche frühe Kontakte mit Russland

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Beethoven hatte enge Beziehungen zur russischen Aristokratie – ein Faktum, das seit langem bekannt ist. Viel ist geforscht und publiziert worden zu Beethovens Beziehungen zu Graf /Fürst Andrei Kirillowitsch (Andreas) Rasumowsky und die Streichquartette op. 59 sowie zu Fürst Nikolai Borissowitsch (Nikolaus) Golizyn und die späten Streichquartette opp. 127, 130 und 132 wie auch über die erste und Lebzeiten des Komponisten einzige vollständige Aufführung der Missa solemnis op. 123 in St. Petersburg im Jahre 1824. Hier werden neue Überlegungen präsentiert, die Beethovens Kontakte zur russischen Aristokratie in Wien betreffen und nahelegen, dass diese früher eingesetzt haben könnten als bisher bekannt. Der russische Botschafter in Wien, Fürst Dmitri Michailowitsch Golizyn (1721 – 1793), der Großonkel von Nikolaus, taucht in der Beethoven-Literatur bisher überhaupt nicht auf, obwohl in seinem Stadtpalais viele musikalische Aufführungen stattfanden. Es bedarf nun Recherchen in russischen Arc...

Für wen und für welches Instrument hat Beethoven die Sechs leichten Variationen über das Schweizer Lied „Es hätt‘ e‘ Buur e‘ Töchterli“ WoO 64 komponiert? Eine Annäherung

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Beethoven hat zwischen 1790 und 1792 Sechs leichte Variationen für Klavier oder Harfe über das Schweizer Lied „Es hätt‘ e‘ Buur e‘ Töchterli“ F-Dur WoO 64 komponiert. Sie erschienen wohl ohne Zutun des Komponisten 1798 im Verlag von Nikolaus Simrock in Bonn im Druck. Während die Originalhandschrift keine Instrumentenangabe aufweist, nannte Simrock auf dem Titelblatt „ pour la Harpe ou le Forte-Piano“, bzw. in einer nicht überlieferten Parallelausgabe „pour le Clavecin, ou Harpe“, also Klavier bzw. Cembalo und Harfe. Da Verleger an diesem Punkt gerne aus geschäftlichen Gründen eingegriffen und Simrock diesbezüglich freie Hand gehabt haben dürfte, stellt sich die Frage, für welches Instrument und damit auch für wen und wann genau Beethoven das Werk komponierte. Für die Wahl des ausgefallenen Themas wird er zudem besondere Gründe gehabt haben. Der Artikel bietet keine definitiven Antworten, kreist aber die Indizien ein, die für eine endgültige Klärung der Fragen, so sie überhaupt möglich ...

Über den „Umgang“ mit Beethoven. Auswüchse der „Beethoven-Pflege“ in unserer Zeit

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Die Musik eines jeden Komponisten benötigt die „Wiederbelebung“ durch neuerliche Aufführungen – weniger um ein Vergessen zu vermeiden, als vielmehr den geistigen Gehalt einer Komposition und die Botschaft des Komponisten immer wieder neu zur Geltung zu bringen. Für die Feiern des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven wurden weltweit besondere Anstrengungen unternommen, nicht zuletzt auch in seiner Heimatstadt Bonn. Nicht alle wurden der oben genannten Prämisse gerecht und erzeugten positive Wirkmacht. Respekt, ja Demut täte manchmal not. Entscheiden Sie selbst, ob es sich bei dem hier Berichteten um einen Aprilscherz handelt oder ob es den Tatsachen entspricht. Es zu bedenken lohnt in jedem Fall.   Über den „Umgang“ mit Beethoven. Auswüchse der „Beethoven-Pflege“ in unserer Zeit

Beethovens Sinfonia eroica op. 55 und ihre falsche Aufführungstradition

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Beethovens 3. Sinfonie „Eroica“ op. 55 zählt zu den meistaufgeführten Werken der „klassischen“ Konzertliteratur. Sie wurde auch vielfach ediert und doch scheint bisher eine Spielanweisung entweder ganz übersehen oder falsch interpretiert worden zu sein, die bezeichnend für Beethovens Persönlichkeit und sein Verhältnis zu seinen Musikerkollegen ist. Was das alles mit seinem Selbstverständnis als Komponist und seinem Lehrer Joseph Haydn zu tun hat, das können Sie hier erfahren. Beethovens Sinfonia eroica op. 55 und ihre falsche Aufführungstradition

„Ich denke dein“, aber in welcher Form? Miszellen zu einem musikalischen Schabernack. Beethovens Lied „Ich denke dein“ mit Variationen für Klavier zu vier Händen WoO 74

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Beethovens Lied „Ich denke dein“ mit Variationen für Klavier zu vier Händen WoO 74 ist ein meist missverstandenes Werk, allein schon was seine Gattungszugehörigkeit anlangt. Es hat einen sehr speziellen biographischen und aufführungspraktischen Hintergrund und ist zudem für Beethovens Persönlichkeit in besonderem Maße bezeichnend. Außerdem handelt es sich offenbar um eine direkte Bezugnahme zu Wolfgang Amadeus Mozarts Konzertarie (Szene mit Rondo) „Ch'io mi scordi di te?“ – „Non temer, amato bene“ für Sopran, konzertierendes Klavier und Orchester KV 505, die der 16-jährige Beethoven mit dem Komponisten am Klavier und der von Mozart verehrten Sängerin Nancy Storace im Februar 1787 während seines ersten Wien-Aufenthaltes gehört haben dürfte. Er knüpfte acht Jahre nach Mozarts Tod an dieses Werk an und zwar doppelbödig – in Form eines musikalischen Schabernacks mit ernstem Hintergrund . In der hier vorgelegten erweiterten Fassung wird die Sängerin und Pianistin Anna Maria Hortensia ...